Radverkehr

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Radverkehr

  Der Radverkehr leistet einen wichtigen Beitrag zu umweltfreundlicher, nachhaltiger Verkehrsbewältigung. Das Land investiert in hohem Maße in den Radwegebau. Neben dem Bau von Radwegen an Landes- und Bundesstraßen fördert das Land vor allem auch den kommunalen Radwegebau nach der Verwaltungsvorschrift zum Entflechtungsgesetz. Zusammengenommen sind das durchschnittlich rund 25 Millionen Euro pro Jahr für den Radwegebau. Trotz der angespannten Haushaltssituation werden auch in den kommenden Jahren die Investitionen auf diesem hohen Niveau fortgeführt und dadurch die Radverkehrsinfrastruktur kontinuierlich verbessert.

Im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) hat das Land mit seiner befristeten Förderung der kostenlosen Fahrradmitnahme im Nahverkehr erreicht, dass sich mittlerweile die weit überwiegende Zahl der Verkehrsverbünde zu einer kostenlosen Fahrradmitnahme bereit erklärt hat. Durch ein Sonderprogramm zur Förderung von Bike & Ride-Anlagen konnte die Verknüpfung von Radverkehr und ÖPNV wesentlich verbessert werden.

Um alle am Thema Radverkehr Beteiligten zusammenzubringen und zu vernetzen, hatte Staatssekretär Rudolf Köberle im November 2006 den Runden Tisch Radverkehr einberufen. Nach gut zwei Jahren Projektarbeit haben die Experten umfassende Handlungsempfehlungen zur Verbesserung des Radverkehrs in Baden-Württemberg vorgelegt (siehe „Infomaterial“). Die Themen reichen vom fahrradfreundlichen Klima über Radverkehrsnetze und die Finanzierung der Infrastruktur bis hin zum rechtlichen Rahmen und den gesundheitlichen Aspekten des Radfahrens. Die Arbeit des Runden Tisches Radverkehr ist abgeschlossen und das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr ist dabei, die Umsetzungsmöglichkeiten zu prüfen. Mit dem Aufbau eines integrierten und systematischen Fahrradmanagements in Baden-Württemberg wurde bereits begonnen. Dazu hat das Land bei der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg die Geschäftsstelle Umweltverbund eingerichtet. Sie soll gemeinsam mit dem Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr die Umsetzung der Handlungsempfehlungen koordinieren und vorantreiben.

Ein wichtiger Meilenstein beim Aufbau des Fahrradmanagements in Baden-Württemberg ist das am 18. Mai 2009 gegründete Landesbündnis ProRad. Dazu wurde ein hochrangig besetztes und auf Landesebene agierendes Forum ins Leben gerufen. Dem Landesbündnis gehören die Landtagsfraktionen, einige Ministerien, die kommunalen Spitzenverbände, die Arbeitsgemeinschaft der Regionalverbände, maßgebliche Interessenverbände, ÖPNV-Unternehmen und die AOK Baden-Württemberg an. Beim Gründungskongress wurden auch aktuelle Themen rund ums Rad von Experten vorgestellt. Die Vorträge finden Sie in der rechten Navigationsspalte unter „Infomaterial“. Des Weiteren wurde als kommunales Netzwerk am 4. Mai 2010 die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg gegründet.

Ein weiterer Bestandteil des Fahrradmanagements ist ein Qualitätsmanagement-System, das sich derzeit noch im Aufbau befindet. Bereits realisiert wurde ein Internet-Portal. Unter www.fahrradland-bw.de finden Sie landesspezifische Informationen rund um das Thema Radverkehrsförderung.

Die Förderung des Tourismus und damit auch des Fahrradtourismus gehört zum Aufgabenbereich des Wirtschaftsministeriums. Das Wirtschaftsministerium und die Tourismus-Marketing-Gesellschaft Baden-Württemberg engagieren sich finanziell im Marketing und der Beschilderung der Radfernwege.

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Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg Baden-Württemberg: